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Aktuelles
Auf dem jährlich stattfindenden Treffen des Formats „Bündnis für Wohnen“, zu dem Haus & Grund Stuttgart mit weiteren Akteuren der Bau- und Wohnwirtschaft und der Stadt Stuttgart zusammenkommt, lobt die Vereinsführung die ehrgeizigen Ziele der Stadt bei der Beschleunigung von Bearbeitungszeiten von Baugenehmigungen und mahnt Besserungen beim Eigentumsprogramm an.
verfasst von Marius Livschütz | 08.08.2025
Zu den besprochenen Themen hat sich Haus & Grund Stuttgart auch gegenüber den Medien wie folgt geäußert:
Haus & Grund Stuttgart begrüßt die Neuaufstellung beim Baurechtsamt und die Zusage, künftig Genehmigungen innerhalb von 65 Tagen nach vollständiger Vorlage der Bauunterlagen zu erteilen. Insbesondere die fehlende Geschwindigkeit der Entscheidungen bei Baugenehmigungen im Baurechtsamt hat über ein Jahrzehnt die Wohnwirtschaft und damit auch den Wirtschaftsstandort Stuttgart gelähmt. Haus & Grund Stuttgart trägt die Ziele der Stadtverwaltung deshalb vollumfänglich mit. Es ist löblich, dass der Oberbürgermeister nun das Heft des Handelns in die Hand genommen hat. Es kommt jetzt aber dezidiert auf die Umsetzung durch das zuständige Fachreferat an, damit man künftig nicht mehr in eine alte „Rechtfertigungsleier“ zurückfallen muss.
Die durch die Stadt Stuttgart vorgestellten etwas zurückgegangenen Baufertigstellungszahlen in der Landeshauptstadt sieht Haus & Grund nicht als Beinbruch an. Vor dem Hintergrund der lahmenden Bauwirtschaft, gestiegenen Kosten und Zinsen, sowie sich verlangsamtem Mietzuwachs, macht es dies Investoren nicht gerade leichter, neuen Wohnraum zu schaffen. „Und so ist die Zahl der Baufertigstellungen nicht verwunderlich“, so Haus & Grund Stuttgart Geschäftsführer Ulrich Wecker. Hinzu kommt, dass die Stadt seit 2019 nicht mehr wächst, sondern bei 610.000 Einwohnern verharrt, was zu einer Entspannung auf der Bedarfsseite führt und was es bei künftigen Planungen zu berücksichtigen gilt. Zumal Haus & Grund Stuttgart wegen der eintrübenden Konjunktur und der Transformation in der Automobilindustrie davon ausgeht, dass der frühere Arbeitsplatzmagnet, der für einen sprunghaften Anstieg im Wohnungsmarkt sorgte, auf absehbare Zeit nicht zurückkommt,.
Haus & Grund Stuttgart trägt deswegen die fortzuführenden Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt und der Stuttgarter Wohnungswirtschaft für gutes und bezahlbares Wohnen mit, verlangt jedoch Nachbesserungen beim Stuttgarter Eigentumsprogramm. Schließlich besteht der Stuttgarter Wohnungsmarkt nicht nur aus Sozialwohnungen, sondern es muss auch für die Mittelschicht möglich sein, angemessenen eigenen Wohnraum zu schaffen. Dies mache eine Stadt insgesamt attraktiv.
Ferner wurden, zusammen mit weiteren Akteuren, Nachbesserungen bei der Wärmeplanung gefordert, insbesondere eine schnellere Klarheit über konkrete Ausbaugebiete bei Nah- und Fernwärme sowie deren Preisgestaltung. „Die bisherige Wärmeplanung ist viel zu unkonkret, hierauf könnten private Eigentümer keine Entscheidung für ihre künftige Heizung treffen“, so Wecker. Solange Unklarheit über die künftige leitungsgebundene Wärmeversorgung besteht, werden Investitionen zurückgestellt, in der Hoffnung, dass Nah- und Fernwärme doch noch kommen.
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„Zielgerichtetes Sparen wäre besser gewesen“, so Haus & Grund Vorsitzender Joachim Rudolf und Geschäftsführer Ulrich Wecker. „Es fehlt eine klare Prioritätensetzung und der Mut, zu Maß und Mitte bei städtischen Ausgaben zurückzukehren. Stattdessen werden die Steuern erhöht, ein bereits geschwächter Wirtschaftsstandort weiter belastet. Stuttgart hat mit grün-linken Mehrheiten und „Wünsch-dir-was-Projekten“ in paradiesischen Zeiten nicht aufs Geld geschaut. Die sind jetzt vorbei. Willkommen in der Realität!“