Die Stuttgarter Zeitung berichtete über die Klagen des Mietervereins, Vermieter in Stuttgart würden Mietwucher betreiben, die Stadt täte nichts dagegen. Haus & Grund Stuttgart widerspricht vehement – und vermutet andere Motive hinter dieser Vermieterschelte.
verfasst von Marius Livschütz | 28.10.2025
Vorsitzender Joachim Rudolf und Geschäftsführer Ulrich Wecker: „Dass Herr Gaßmann dieses Thema künstlich aufbläst – obwohl die Signale in Stuttgart auf Entspannung lauten – liegt vermutlich auch darin begründet, seine eigene Kandidatur zu retten, die ihm nach 40 Jahren Vorsitz in der Mitgliederversammlung am 14. November durch den eignen Vorstand und den eigenen Geschäftsführer streitig gemacht wird. Aber es ist schlicht unredlich für interne Machtkämpfe, die privaten Eigentümer in der Stadt, denen ganze 88% der Wohngebäude gehören und die knapp 2/3 der 212.000 Mietwohnungen in Stuttgart zur Verfügung stellen, besonders laut unter Generalverdacht und an den Pranger zu stellen.
Der Mietmarkt in Stuttgart hat sich verändert
„Der Mietenmarkt in Stuttgart ist in Bewegung, der Markt in Stuttgart entspannt sich. Das haben wir mit der neuen Gebietskulisse des Landes zur Mietpreisbremse amtlich. So erfüllt Stuttgart die Kriterien für den angespannten Wohnungsmarkt nur noch knapp. Tatsächlich stagnieren die Mieten in Stuttgart (realer Mietrückgang, Mietspiegel 1% und neu: auch der Maklerverband IVD bestätigt für das 1. Halbjahr 2025 kein Mietwachstum mehr).“
Grundsätzlich muss sich vermieten auch wieder lohnen dürfen
„Darüber hinaus gilt: Es muss grundsätzlich wieder ermöglicht werden, auskömmliche Mieten zu verlangen, um Investitionen in Wohnraum wirtschaftlich zu tragen. Sonst werden private Kleinvermieter nicht mehr Wohnraum zur Verfügung stellen können. Dann bleiben große Wohnungsunternehmen übrig, deren die Mieter und deren Belange egal sind.“
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Pressemitteilung
18.05.2026
Schockstarre am Stöckach - Paradebeispiel verfehlter Stadtentwicklungspolitik
Seit 2020 hätten hunderte Wohnungen mehr in Stuttgart zur Verfügung stehen können. Das ist nun sechs Jahre her. „Die seit 2023 anhaltende Schockstarre des EnBW-Projekts am Stöckach ist mehr als peinlich – der Ärger in der Stadtpolitik verständlich – aber wohlfeil und selbstgerecht. Denn die Probleme sind hausgemacht. Haus & Grund Stuttgart hatte immer wieder gewarnt. So bereits im Jahr 2018. Damals hat die Stadt in einer Hauruck-Aktion das Vorkaufsrecht für das EnBW-Areal am Stöckach gesichert. Das hat sich erwiesenermaßen als ein gewaltiges Hindernis der Realisierung des Projekts erwiesen“, so Joachim Rudolf, Vorsitzender von Haus & Grund Stuttgart.