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Pressemitteilung
„Es ist wichtig und richtig, dass die Stadt nun endlich die angekündigte Ausschreibung für das Fernwärmenetz umsetzt – nachdem der von der Stadt 2012 vom Zaun gebrochene Streit wie Mehltau über dem weiteren Ausbau lag und seither notwendige Investitionen behinderte. Künftig braucht es klare Spielregeln für die Anschlusskosten, die heute exorbitant hoch und intransparent sind – hier ist jeder Konzessionär in die Pflicht zu nehmen. Gleiches gilt für die künftigen Arbeitspreise. Haus & Grund Stuttgart regt daher eine freiwillige Selbstkontrolle an“, so Vereinsvorsitzender Joachim Rudolf und Vereinsgeschäftsführer Ulrich Wecker.
verfasst von Marius Livschütz | 05.08.2026
Fernwärme sei für die Versorgung und die Energiewende in Stuttgart neben der Wärmepumpe entscheidend. Sie habe gegenüber der Wärmepumpe den Vorteil eines bereits bestehenden Verteilnetzes, das erheblich nachverdichtet werden könne und insbesondere im dicht bebauten Innenstadtbereich das Mittel der Wahl sein sollte.
„Dass sich die Stadt für den Eigenverbrauch bereits in der Ausschreibung einen 10 % Rabatt ausbedingt – den dann die Teilgruppe Fernwärmenutzer mitbezahlen darf – ist wiederum nicht nachvollziehbar und aufklärungsbedürftig. Das wird dazu führen, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit der Fernwärme im Verhältnis zur Wärmepumpe verschlechtert und der Mieter über höhere Heizkosten den Rabatt der Stadt bezahlen wird, damit diese wiederum Schulen und Schwimmbäder günstiger heizen kann“, so Wecker.
Die Stadt solle – unabhängig davon, wer den Zuschlag erhält – die Zuschüsse für den Anschluss von Wohnhäusern an das bereits bestehende Fernwärmenetz fördern, damit dieses wirtschaftlich gut ausgenutzt werde. „Die Preise sollten so sein, dass Luftwärmepumpen und Fernwärme wettbewerbsfähig sind – das ist entscheidend für Immobilieneigentümer, um Investitionsentscheidungen zu treffen“ erklärt Rudolf abschließend.
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